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Mission MamaPapa

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Wenn Eltern alt werden – hier erzähle ich, wie es war, 10 Jahre lang meine Eltern zu pflegen.

Große Aufregung im Hause Mission MamaPapa – mein kleines Blog hier ist mit seinen 70 Facebook-Fans für einen Preis nominiert, und zwar für den Goldenen Blogger 2017, der morgen im Rahmen einer kleinen Feier im Telefónica Basecamp in Berlin verliehen wird. Ich trete da in der Kategorie „Mama/Papa/Eltern“ gegen zwei ziemlich großartige Blogs an: Christine Finke von mama-arbeitet.de, bei der ich schon länger…

Nachdem sich mein Vater im März vergangenen Jahres endlich dazu durchgerungen hatte, dem Umzug zuzustimmen, um es sich dann im November anders zu überlegen, sich dann im Dezember aber noch mal Bedenkzeit erbat, warte ich auf das Ende eben dieser. Wenn wir mittwochs die Bestellung erledigen, frage ich meist noch mal ganz dezent nach, ob denn die Entscheidungsfindung nun in Bälde…

Abseits von den vielen, oftmals amüsanten Supermarkt-Telefonaten, die ich mit meinen Eltern so führe, gab es rund um die Frage, wie es mit ihnen weiter gehen soll,  in den letzten Wochen und Monaten viele ernste Momente, in denen wir gemeinsam wichtige Entscheidungen treffen mussten. Seit zirka anderthalb Jahren organisiere ich den Haushalt meiner Eltern aus der Ferne. Und zwar ziemlich genau seit meine Mutter…

Es ist manchmal nicht einfach. Ich will ja nicht jammern, aber doch, es muss auch mal sein – ich hab’s manchmal nicht leicht mit den beiden. Sie es auch nicht mit mir, das gebe ich zu. Die letzten Wochen waren schwierig, und deshalb habe ich auch so wenig gebloggt. Mir fehlten die Worte dafür. Manchmal war ich der Verzweiflung nahe,…

Hier pfeift gerade gar nichts von Dächern. In den letzten vier Wochen war es hier still, weil nicht viel passiert ist. Der Umzug stagniert, leider, weil meine Mutter der Ansicht ist, es dürfe nicht weiter gehen, so lange sie ihre Augen-OP noch nicht hatte. Denn sie sieht ja nicht so gut. Ich kann unmöglich den Makler ins Haus lassen, wenn…

Der Weg zur Bank ist ja für meine Mutter heute nicht mehr so einfach. Deshalb bringe ich ihr normalerweise bei jedem meiner Besuche Bargeld von ihrem Konto mit. So auch letztes Mal. Leider hatte ich das Bargeld noch im Portemonnaie, als ich längst wieder Zuhause in Hamburg war – ärgerlich, aber kommt vor.  Deshalb wurde die Haushaltsgeld-Problematik in unserem letzten…

Seit meinem letzten Besuch in Düsseldorf Anfang August ist meine Stimmung ein wenig getrübt. Grund: Meine Eltern strapazieren meine Geduld. Meine Eltern sind nicht gerade die entscheidungsfreudigsten, pragmatischsten Typen, beide nicht. Wir kommen nicht so richtig vorwärts, was mir gar nicht behagt. Ich würde jetzt nämlich am liebsten die Ärmel hochkrempeln, Umzugsunternehmen bestellen, einen Makler anheuern, das Haus weiter entrümpeln, die neue…

Meine Mutter sieht nicht mehr so gut. Mit 78 ja auch nichts so Besonderes. Ich bin 37 und habe auch schon -3 Dioptrien. Will gar nicht wissen, wie schlecht ich mit 78 sehen werde. Im Gegensatz zu meiner Mutter trage ich seit Feststehen meiner Sehschwäche eine Brille. Meine Mutter ist der Meinung, eine Brille sei keine besonders ästhetische Angelegenheit, weshalb sie das…

Diese Frage habe ich jetzt schon öfter gestellt bekommen, deshalb möchte ich sie an dieser Stelle kurz beantworten. Ganz einfach: Weil es meine Eltern sind. Sie sind mit fast 80 zwar im Oma-Opa-Alter und könnten vom Altersunterschied her durchaus meine Großeltern sein. Sind sie aber nunmal nicht. Zwei Gedanken dazu: Gefühl versus Realität: Manchmal fühlt es sich trotzdem so an,…

Gute Nachrichten. Die Nachbarn meiner Eltern haben gerade in Rekordzeit ihr baugleiches Haus für ein hübsches Sümmchen verkauft. Da uns das ja auch demnächst bevorsteht, ist das natürlich ein ganz guter Stimmungs-Seismograph in Sachen „Was ist möglich?“ und „Wie schnell?“ Wöchentliches Einkaufs-Telefonat. Meine Mutter hat mir abseits des Bestell-Dialogs gerade davon berichtet. Mama (in Papas Richtung): „Siehst Du, es geht also.…

Kooperation. Ein ewiges Thema, an dem es ständig hapert. Ja, Mama und Papa haben vor ein paar Wochen entschieden, dass sie zu mir nach Hamburg kommen. Besser gesagt: Papa hat in diesem Moment endlich nachgegeben. Mama möchte schon ewig zurück in den Norden, schließlich ist sie hier oben aufgewachsen. Papa war es, der immer gebremst hat. Er hängt sehr an Düsseldorf. Ich verstehe ihn ja…

Seit wir letztes Jahr die Vorsorgevollmacht und die Bankvollmachten unter Dach und Fach gebracht haben, kann ich für meine Eltern auch online Bankgeschäfte erledigen. Früher musste meine Mutter zu Fuß zur Filiale laufen, wenn sie Überweisungen tätigen wollte. Heute ruft sie mich an, gibt mir die Daten durch, und ich erledige das via Banking. Mein Vater steht diesem ganzen Online-Bankgeschäfte-Ding…

Manchmal fühlt es sich an, als hätte ich plötzlich zwei Kinder mehr. Nur, dass sie 500 Kilometer entfernt wohnen, erwachsen und selbstbestimmt sind, in der Ferne aber immer weniger alleine zurecht kommen. Allerdings: Während Kinder vorwärts gehen, größer werden, dazulernen, läuft es bei meinen Eltern umgekehrt. Die Entwicklung geht rückwärts vonstatten. Jahrzehntelang waren sie erwachsen, hatten ihr Leben selbst im Griff,…

Es war wieder Mittwoch. So wie neulich. Mein Handy klingelt. „Mama und Papa“ rufen durch. Ich (nenne meinen Namen und sage dann): „(…), ja hallo?“ Mama (wer braucht schon lästige Begrüßungsformeln): „Tochter, bist Du es?“ Ich: „Japp.“ Mama (irritiert): „Wie?“ Ich: „Ja, Mama!“ Mama (erleichtert): „Gott sei Dank, ich dachte schon, ich hätte mich verwählt.“ Ich (geduldig): „Nein.“ Mama (dem untrüglichen Mutterinstinkt…

Als ich mit 17 noch bei bei meinen Eltern wohnte, schleppte ich ein 56-K-Modem an, womit wir der erste Haushalt mit privatem Internetzugang in der gesamten Straße waren. Meine Eltern sahen mich erst fragend an, und dann ärgerten sie sich über eine ständig belegte Telefonleitung. Als ich zwei Jahre später auszog, freuten sie sich, wieder ungestört telefonieren zu können, und das…

Betreuungsverfügung, Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Bankvollmacht. Hatte ich alles schon mal gehört, mich aber nie mit auseinander gesetzt. Wozu auch. Das brauchen doch nur alte Leute. Dann wurden meine Eltern plötzlich von einem Tag auf den anderen alt. Und das erwischte mich eiskalt. Klar, sie gingen auf die Achtzig zu. Ihr kalendarisches Alter war mir durchaus bekannt. Ich wusste natürlich auch von der Parkinson-Diagnose…

Mal eben zum Supermarkt fahren, einkaufen, Sachen ins Auto packen, nach Hause, Kühlschrank einräumen, fertig. So einfach das für uns junge Leute ist, umso schwieriger wird es mit der Zeit für die Älteren. Vor allem, wenn man kein Auto hat, der Supermarkt weit entfernt liegt, man nicht mehr gut sieht, Straßen trotz Ampeln zur Gefahr werden,

Schönen guten Abend. Vor exakt fünf Minuten habe ich beschlossen, die kommenden Erlebnisse, die ich mit dem Umzug meiner Eltern haben werde, in einem Blog festzuhalten. Und – schöner, nicht neuer Internetwelt sei Dank – here we go.

Beantworten wir zu Beginn ein paar Fragen.

1.) Worum geht es hier?

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