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Hier geht’s um alle Themen, die Pflegende Angehörige beschäftigen, und unter diesem Schlagwort findest du sowohl Ratgeber als auch persönliche Erfahrungsberichte von mir, denn ich war auch 10 Jahre lang die Pflegende Angehörige meiner Eltern.

Du hast es geschafft, liebe Mama. Die Qual der letzten Wochen hat ein Ende. Gestern Nachmittag bist du von uns gegangen, eine Stunde, bevor ich zu dir wollte. Irgendwie glaube ich, du wolltest mich in diesem Moment nicht an deiner Seite haben. Sonst hättest du vielleicht noch gewartet. Ich bin traurig und esse dir zu Ehren ein Matjesbrötchen. Bei Papa…

Während der letzten Tage, die ich an Mamas Bett verbrachte, erfahre ich in der Einrichtung immer wieder, wie unterschiedlich das Lebensende aussehen kann. Was mich dabei vor allem beschäftigt, ist ein gewisses Ausgeliefertsein, das ich dabei wahrnehme. Warum ich daraufhin meine eigene Patientenverfügung nochmal anpassen werde, davon möchte ich heute erzählen. Die einen dürfen nicht gehen, die anderen können nicht…

Vorgerstern rief mich der Hausarzt meiner Mama an, der sie in der Pflegeeinrichtung betreut. Es war ein sehr gutes, einfühlsames Gespräch, in dem er mir eröffnete, Mama weigere sich, ihre Medikamente zu nehmen – und er sei auch dafür, sie abzusetzen und auf Palliativmedizin umzusteigen. Ein harter Schritt für mich. Weil ich als Generalbevollmächtigte wieder eine Entscheidung treffen musste. Dass…

Vorgestern wurde Mama „austherapiert“ aus dem Krankenhaus entlassen und zurück ins Pflegeheim verlegt. Jeden Tag fahre ich zu ihr, ohne zu wissen, was mich diesmal erwartet. Es ist eine Achterbahnfahrt sondergleichen. Ich habe das Bedürfnis, diesen Weg hier zu begleiten. Schreiben hilft mir – und so lange ich darüber schreiben kann, ist die Geschichte noch nicht zu Ende. Die Rückkehr…

Vor zwei Wochen bist du noch am Rollator durch dein Zimmer im Pflegeheim gelaufen, um dich an deinen Tisch zu setzen und dein geliebtes Matjesbrötchen zu mampfen, das ich dir ab und zu mitbringe. Jetzt liegst du hilflos im Krankenhaus, kannst deine Beine nicht mehr bewegen und dich nichtmal mehr alleine aufsetzen. Und das alles ist irreparabel. Draußen hört es…

Ich spreche ja oft darüber, dass Care-Arbeit kostet (Nerven, Zeit, Geld – nicht selten die Karriere) und beschwere mich, dass die gesellschaftliche Leistung Pflegender Angehöriger nicht genug beachtet wird. Dabei ist mir aufgefallen, dass wir noch viel zu wenig über dieses „Mehr“ an Leistung sprechen. Was ist denn dieses „Mehr“ eigentlich? Dieser Frage möchte ich mich heute mit einem konkreten…

Meine Mutter ist echt ne Marke. Anders kann ich das nicht ausdrücken. Monatelang machen wir uns von Februar bis Ende Mai 2024 die größten Sorgen um sie, weil sie – noch zu Hause wohnend – ständig Krampfanfälle bekam, zwischen Krankenhaus und Wohnung hin- und herpendelte und zwischenzeitlich volldemente Phasen hatte, in denen sie mich nicht mehr wiedererkannte und sich weigerte,…

Mama ist seit Juni 2024 in der vollstationären Pflege. Das musste sein und war ein langer Weg: Von „Ich lebe noch ganz alleine zu Hause“ über „Ich schlafe zu lange, nehme meine Tabletten nicht mehr regelmäßig genug und rutsche in einen epileptischen Anfall“ bis „Ich drehe zwei Runden übers Krankenhaus und ziehe dann ins Pflegeheim“ haben wir zusammen zwischen März…

Oder: Der ewige Kampf mit den Medikamenten, ein Drama in drei Akten. Prolog: Die heilige Krankenkassenkarte. Vor einigen Monaten. Ich: „Mama, der Pflegedienst kann für uns komplett die Medikamentenversorgung übernehmen. Das heißt: Wenn die Medikamente zur Neige gehen, dann rufen die beim Arzt an, bestellen ein neues Rezept, holen das Rezept ab, gehen in die Apotheke, besorgen die Medikamente und…

Am 05.03.2018 hatte meine Mutter einen OP-Termin für die zweite Runde Grauer Star. Endlich. Und ja, Betonung auf „hatte“. Mir ist bewusst, dass der Termin in der Zukunft liegt, aber leider hatte er sich erledigt, bevor er hätte stattfinden können. Obwohl ich im Vorgespräch mit der Klinik mehrfach darauf hingewiesen hatte, man möge bezüglich dieser Angelegenheit ausschließlich mit mir kommunizieren,…

Ich brauche sowas nicht. … So ein Ding ist total unnötig. … Ich habe nicht darum gebeten. … Bitte, was hat der gekostet? Ach Du liebe Zeit! … Interessiert mich doch nicht, dass der überall Testsieger ist. Der wird hier nur rumstehen, Dein Testsieger. … Ja, ich habe ihn in der Wohnung benutzt. Na und? … Manchmal ist er schon…

Nun ist es passiert. Mama wohnt drei Haustüren weiter. Und das hört sich so simpel an, aber in Wahrheit war es ein Akt. Umziehen ist ja immer einer. Und wenn man nicht selbst umzieht, sondern den Umzug für jemand anderen organisiert, und wenn dieser andere jemand die eigene Mutter ist, und wenn mit dem Umzug nicht nur organisatorischer Aufwand, sondern…

Die letzten Wochen waren schwer für uns alle. Nach Papas Tod bin ich fast zwei Wochen lang nur gerannt, um Dinge zu organisieren. Gerannt, um die Bestattung auf die Beine zu stellen, für die ich gefühlte 3 Millionen Entscheidungen treffen musste. Gerannt, um fristgerecht alle Formalitäten zu erledigen. Gerannt, um viele Dinge aufzufangen und zu retten, auf die einen niemand vorbereitet,…

Tja, und nun sitze ich hier, im elterlichen Wohnzimmer, und habe eine Tafel Marzipanschokolade auf dem Schoß. Es war Papas Lieblingsschokolade, und die letzte Tafel, die ich online für ihn bestellt habe. Ich werde sie jetzt gleich öffnen und aufessen, und das macht mich gerade sehr glücklich. Weil ich weiß, dass er sie mir angeboten hätte. Mit einem Glas Wasser. Er…

Vor zwei Wochen wähnte ich uns am vorläufigen Ende des Weges und schrieb: „Ich kann nur noch abwarten und rein gar nichts mehr tun. Und dann, wenn es passiert ist (was auch immer), muss ich springen und zusehen, dass ich rette, was noch zu retten ist. Darauf bereite ich mich vor, so gut es geht. Denn es wird was passieren,…

Nein, wir wollen nicht umziehen. Nein, wir wollen nicht aus dem Haus raus. Nein, ich möchte keine zweite Augen-OP. Nein, nein, nein, nein, nein. Ich esse meine Suppe nicht. Tja. Was soll ich sagen, wir sind in der absoluten Sackgasse gelandet, und das auf allen denkbaren Ebenen. Mama hat sich zwar mit einem Auge tapfer dem grauen Star gestellt, sich…

Nachdem sich mein Vater im März vergangenen Jahres endlich dazu durchgerungen hatte, dem Umzug zuzustimmen, um es sich dann im November anders zu überlegen, sich dann im Dezember aber noch mal Bedenkzeit erbat, warte ich auf das Ende eben dieser. Wenn wir mittwochs die Bestellung erledigen, frage ich meist noch mal ganz dezent nach, ob denn die Entscheidungsfindung nun in Bälde…

Abseits von den vielen, oftmals amüsanten Supermarkt-Telefonaten, die ich mit meinen Eltern so führe, gab es rund um die Frage, wie es mit ihnen weiter gehen soll,  in den letzten Wochen und Monaten viele ernste Momente, in denen wir gemeinsam wichtige Entscheidungen treffen mussten. Seit zirka anderthalb Jahren organisiere ich den Haushalt meiner Eltern aus der Ferne. Und zwar ziemlich genau seit meine Mutter…

Es ist manchmal nicht einfach. Ich will ja nicht jammern, aber doch, es muss auch mal sein – ich hab’s manchmal nicht leicht mit den beiden. Sie es auch nicht mit mir, das gebe ich zu. Die letzten Wochen waren schwierig, und deshalb habe ich auch so wenig gebloggt. Mir fehlten die Worte dafür. Manchmal war ich der Verzweiflung nahe,…

Hier pfeift gerade gar nichts von Dächern. In den letzten vier Wochen war es hier still, weil nicht viel passiert ist. Der Umzug stagniert, leider, weil meine Mutter der Ansicht ist, es dürfe nicht weiter gehen, so lange sie ihre Augen-OP noch nicht hatte. Denn sie sieht ja nicht so gut. Ich kann unmöglich den Makler ins Haus lassen, wenn…

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