In den letzten Jahren ist uns, wie bekannt sein dürfte, eine Menge Schlimmes passiert. Eine unserer mit Sicherheit traumatischsten Erfahrungen seht ihr bildlich dargestellt oben im Headerfoto. Direkt vor unserer Tür ist damals der LKW eines Möbelhauses ausgebrannt, und er hätte um ein Haar die gesamte Häuserreihe mitgenommen. Wie knapp das wirklich war und wie viel Glück wir hatten, haben wir erst im Nachhinein vom Einsatzleiter erfahren.
Es fällt mir auch nach 5 Jahren noch nicht leicht, darüber zu sprechen.
Dabei war ich damals nicht mal vor Ort. Dabei habe ich damals noch nichtmal in diesem Haus gewohnt. Denn es war damals „nur“ das Haus meines Ex-Mannes, der dort mit unserer Tochter lebte. In dem sich das Kinderzimmer unserer Tochter befand, nach unserer Trennung.
Trotzdem werde ich diesen Tag nie vergessen. Dieses Erlebnis hat mich nachhaltig geprägt und zum Beispiel meinen Umgang mit dem Thema Brandschutz und Krisenvorsorge von Grund auf verändert. Aber von vorn.
Eine Unachtsamkeit, und dein Leben steht in Flammen
Wie kam es überhaupt dazu, dass dieses Haus, in dem ich damals noch nicht lebte (das aber heute sehrwohl mein Zuhause ist – aber das ist eine andere Geschichte), samt Nachbarhäusern um ein Haar abgebrannt wäre?
Ganz einfach. Mein Ex-Mann hat sich eine neue Küche gekauft. Seine alte Einbauküche hatte fast 40 Jahre auf dem Buckel, die Vorfreude auf die neue war riesig. Eines schönen Tages wurde sie geliefert und montiert, die alte ausgebaut (Glück im Unglück: Der LKW hat die alte – und nicht die neue – Küche mit sich in die ewigen Jagdgründe genommen). Nachdem das letzte Stück der Alt-Küche verladen war, dachte sich der Fahrer wohl, es sei eine gute Idee, auf der Ladefläche noch eine zu rauchen. So erzählte es der Einsatzleiter mir.
Von den Nachbarn hörte ich andere Varianten, deshalb weiß ich heute noch nicht so hundertprozentig, was stimmt.
In meinem Gedächtnis hat sich das mit der Fluppe und der Gasflasche auf der Ladefläche verankert. Zum Glück gab es keine Personenschäden. Die Rauchwolke des brennenden LKW war noch drei Stadtteile weiter zu sehen und zu riechen. Wenn man sich das Video hier ansieht, wird das Ausmaß des Brandes und wie heikel das eigentlich alles war, noch deutlicher:
Das Feuer griff auch noch auf Bäume über, es ließ ein Carport und zwei geparkte Autos von unseren Nachbarn ausbrennen. Hinter der Häuserreihe standen mehrere Löschzüge bereit, falls das Feuer auf die Dachstühle übergegangen wäre. Zum Glück stand der Wind an diesem Juli-Tag so günstig, dass die größere Katastrophe ausgeblieben ist. Es wurden keine Menschen verletzt, weder Anwohner noch Feuerwehrleute, und das ist das größte Glück gewesen.
So blieb es bei sehr ärgerlichen Sachschäden, und unsere Nachbarn hatten noch sehr viel Trubel mit den beteiligten Versicherungen. Die halbe Nachbarschaft war danach traumatisiert, und wir dürfen seitdem keine Möbel mehr bei einem bestimmten Möbelhaus bestellen, weil noch heute alle, die das damals miterleben mussten, beim Anblick eines solchen LKWs zusammenzucken.
Es hätte also nicht viel gefehlt, und ganze Existenzen wären den Bach runtergegangen.
Was dieser Vorfall auch ganz klar gezeigt hat: Im Zweifel hast du keine Zeit, um deine wichtigsten Sachen zu retten. Die Nachbarn konnten nichtmal mehr ihre Autos beiseite fahren. Du stehst dann einfach nur noch davor und hoffst und betest. Und bist vom Wind abhängig. Mich hat das sehr nachdenklich gemacht. Mein Ex-Mann hat damals eine eigene, kleine Produktionsfirma gehabt. All sein Equipment wäre weg gewesen. Natürlich war das alles versichert – aber das musst du dir ja auch erstmal wiederholen.

Die Wertstofftonne hatte es auch erwischt.
Mit diesem Erlebnis im Rücken habe ich meine Brandschutzvorkehrungen überdacht.
Mir ist total bewusst, dass man auch mit dem besten Brandschutz nicht alles verhindern kann. Es gibt aber wichtige Vorkehrungen, welche die Wahrscheinlichkeit, dass es glimpflich ausgeht, enorm erhöhen. Und ich weiß – wir alle ignorieren diese Eventualitäten ganz gern. Deshalb mache ich es mir zur Aufgabe, euch ab und zu mal daran zu erinnern.
Brandschutz ist kein Hexenwerk – und ich bin auch noch nicht fertig damit.
Und daran werde ich euch hier in den kommenden Wochen teilhaben lassen. Unseren Brandschutz zu verbessern, ist für mich immer noch eine Reise – ein noch unabgeschlossenes Projekt. Es hat so viele Aspekte, an die man denken muss. Ich werde euch einfach Schritt für Schritt mitnehmen und immer mal wieder daran erinnern, wie wichtig es ist, für das eigene Zuhause vorzusorgen.
Mein Brandschutz-Plan für die kommenden Wochen
Ich werde hier mit euch zusammen…
- …unsere Feuermelder überprüfen
- …meine feuerfeste Dokumentenmappe überarbeiten
- …mich mit Kohlenmonoxid- und Gasmeldern auseinandersetzen
- …Feuerlöscher, Löschdecken und Co checken und platzieren
- …mich mit dem Thema „sichere Lagerung von Akkus und Powerbanks“ (und dem sicheren Laden) befassen
- …kritisch hinterfragen, wie wir zum Beispiel mit solchen Themen wie der Flusensiebreinigung im Wäschetrockner umgehen 😉
- …einen Maßnahmenplan für die Familie erstellen und mit allen besprechen (was sollte man bei einem Brand in den ersten 60 Sekunden machen, was liegt wo etc.)
- …und das Thema Fluchtwege näher beleuchten
Folgt mir, wenn ihr mitmachen wollt
Es wird zu dem Thema Maßnahmenpläne und Checklisten von mir geben. Folgt mir einfach, wenn ihr mitmachen wollt. Dazu könnt ihr zum Beispiel meinen Newsletter abonnieren, der euch darüber auf dem Laufenden hält, und mir bei Instagram folgen, denn auch dort werde ich das Thema aufbringen. Ich freue mich, wenn ihr mit mir am Start seid.
Und nun, ihr Lieben – haltet die Krone gerade und passt auf Euch auf,
Eure Krisenqueen
